
Kirche Fechingen
Das Profil des Kirchorts Fechingen
Das Profil des Kirchorts Fechingen soll als das einer „Ruhekirche“ weiterentwickelt werden. Gottesdienste finden in der Kirche und der nahegelegenen Kita statt. Der Gemeinderaum dient als Ort der Gruppenarbeit. Um die Kirche gibt es einen Meditationsweg, und die Kirche ist eine Pilgerstation auf dem Jakobsweg. Auch Taizé-Gottesdienste finden hier statt. Am nahegelegenen Wittehof werden Taufen am Bach durchgeführt.

Eine mehr als 1200 Jahre alte Kirche
Nach einer langen mündlichen Überlieferung soll in Fechingen an der alten Kirche ein Merowingerkönig begraben sein. Man hörte immer von einem Pippin und einem Childerich (Name mehrerer Merowingerkönige), möglicherweise könnte es Childerich lll. gewesen sein (+754). Während der Ausgrabung im Jahr 1965, die von der Staatlichen Denkmalpflege im Saarland vorgenommen wurde, hat man unter dem damaligen Altar ein Totenhaus, eine Gruft entdeckt. Das Vorhandensein der Gruft gibt einen Hinweis darauf, dass die alten Überlieferungen, die von Generation zu Generation weitergetragen wurden, einen realen Hintergrund haben könnten.
Es kann angenommen werden, dass an dieser Stelle im 8. Jahrhundert eine Kirche in Holzbauweise gestanden hat. Die runden Löcher gaben den senkrecht stehenden Holzstämmen einen guten Halt, dazwischen wurde waagerecht Holz gelegt. Die Rückfront dieser Kirche dürfte mit der Rückfront der heutigen Kirche übereinstimmen. Die Größe der Holzkirche betrug innen ca. 5 x 8 Meter. Nach dem Grabungsbericht und den vorgefundenen Fundamenten wurde die früher erbaute Kirche im 13. Jahrhundert verlängert. Dabei wurde die Gruft überbaut. Der Innenraum ist jetzt 18,80 Meter lang und ca. 5,0 Meter breit. Die Länge des Kirchenraumes entspricht den heutigen Maßen. Es ist anzunehmen, dass der Turm zur gleichen Zeit gebaut wurde.
Die Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg
Der Eingang der Kirche befand sich vor dem Umbau 1966 neben dem Turm. Durch das rundbogige Portal, dahinter ein Windfang, betrat man den Kirchenraum. Der Altarraum war um eine Stufe erhöht. An der Westwand, in der Mitte zwischen den beiden Fenstern, stand die Kanzel. Die Kanzel war mit dem Altar verbunden (sog. Kanzelaltar). An den beiden Längswänden standen Bänke und Chorgestühl. Die Bankreihen im Kirchenschiff standen rechts und links bis zur Wand. Ein Zugang war vom Mittelgang her möglich.
Die Zeit ist auch an der Fechinger Kirche nicht spurlos vorübergegangen; vor allem der Zweite Weltkrieg hatte schlimme Spuren hinterlassen. Nach vielen Ausbesserungen war schließlich eine gründliche Bausanierung erforderlich. Nachdem die Grabung abgeschlossen war, begann man im Frühjahr 1966 mit den Umbauarbeiten, die im Herbst 1966 beendet werden konnten.
Der Charakter der Kirche wurde mit dem Umbau grundlegend verändert. Der Eingang wurde in die Kirchenmitte verlegt. Altar und Kanzel stehen nun in der Mitte, dem Eingang gegenüber. Die Länge des Kirchenschiffs wurde durch die beidseitigen Emporen optisch verkürzt. Der erste Gottesdienst nach dem Umbau wurde am 27. November 1966 in der Kirche gefeiert.
Quelle: Ernst Schmerler, Die alte Kirche – Wahrzeichen von Fechingen; Hrsg.: Evangelische Kirchengemeinde Brebach-Fechingen
So kommt ihr zu uns
PKW: Am Kirchberg 2, 66130 Saarbrücken
Bus: Vom Bahnhof Brebach mit Buslinie 120, 130 oder 852 bis Haltestelle Latze Brück
Bahn: Bahnhof Brebach, dann siehe oben.
Evangelische Kirche Fechingen
Am Kirchberg 2
66130 Saarbrücken